Die Weihekandidaten stellen sich selbst vor:

Hier stellen sich die Weihekandidaten selbst vor.

P. Lukas Rüdiger

Kurzer Lebenslauf von P. Lukas Ruediger OCist

Ich wurde am 29. Oktober 1974 in Gelsenkirchen, im Ortsteil Buer- Erle geboren, wo ich auch mit meinen Eltern, Friedrich Konrad und Magdalena Rüdiger und mit meinem vier Jahre älteren Bruder Markus aufwuchs. Nach der Grundschule wechselte ich zum Leibniz Gymnasium in Gelsenkirchen- Buer, wo ich 1995 die Allgemeine Hochschulreife erwarb. Meine Zeit als Schüler wurde über die Jahre hinweg wesentlich von kirchlichen Aktivitäten wie Ministranten- und Jugendarbeit, KJG und Kolping geprägt. Nach dem Abitur absolvierte ich meinen Zivildienst in einem Alten- und Pflegeheim. Dieses Jahr ist im Rückblick betrachtet eines der wertvollsten, wurde ich doch so mit der menschlichen Bedürftigkeit konfrontiert und in Lebensbereiche eingeführt, die mir als Schüler verschlossen geblieben waren. In der Zeit des Zivildienstes reifte in mir auch der Entschluss, Priester werden zu wollen. So bewarb ich mich im Bischöflichen Priesterseminar meiner Heimatdiözese Essen und nahm das Theologiestudium an der Ruhr – Universität Bochum auf. Während der Zeit im Seminar wurde in mir der Wunsch wach, meinem Leben eine noch konkretere Form der Nachfolge zu geben. Seit meinen Tagen als Oberstufenschüler hatte ich eine Affinität zum benediktinischen Ordensleben. Früh knüpfte ich Kontakte zur Benediktinerabtei Ettal, der ich bis zum heutigen Tag verbunden bin. Die Kombination von Seelsorge und Mönchtum zog mich schließlich nach Bochum - Stiepel, so dass ich im Heiligen Jahr 2000, nach einer Erprobungszeit, das Noviziat am 12. August beginnen durfte. Am 4. August 2001 legte ich die einfachen Gelübde ab und band mich so für drei Jahre an das Stift Heiligenkreuz. Die Feierliche Profess erfolgte am 24. Juli 2004 in Bochum- Stiepel. Nach dem Abschluss des Theologiestudiums an der Päpstlichen Philosophisch - Theologischen Hochschule Heiligenkreuz wurde ich am 26. Dezember 2007 durch den Essener Weihbischof Franz Vorrath zum Diakon geweiht.

Mein „Weihe- und Primizspruch“ für die anstehende Priesterweihe, am 24. April 2008 durch seine Eminenz Christoph Kardinal Schönborn in Heiligenkreuz, ist dem Lukasevangelium entnommen, dem ich mich seit meiner Namensgebung als Novize durch Abt Gregor besonders verbunden weiß. Das Zitat findet sich im 22. Kapitel. Während des Paschamahls und nach der Einsetzung der Eucharistie entbrennt eine Rangstreitigkeit der Jünger untereinander. Jesus sagt daraufhin: „Ich aber bin in eurer Mitte wie einer, der dient“ (Lk22, 27c). Das „Motiv“ des Dienstes am Einzelnen und an der Gemeinschaft verdichtet sich in der Eucharistie. Christus, das Paschalamm, wird durch seine Hingabe und sein Opfer am Kreuz zum Diener aller schlechthin und so besonders zum Vorbild für jene, die am Altar „in persona Christi“ stehen und sein Opfer in der Liturgie vergegenwärtigen. So kommt die grundsätzliche Haltung eines Christen, Diener am Nächsten zu sein, in diesem Logion verdichtet zum Ausdruck. Der Dienst als Zisterzienser von Heiligenkreuz / Bochum – Stiepel bedeutet daher in einer inneren wie äußeren Spannung zu verharren: Es gilt, die Seelsorge am Nächsten einerseits und das klösterliche Leben mit den Anforderungen einer benediktinischen Gemeinschaft andererseits als Auftrag zu bewältigen. In diese Spannung hinein möchte ich meinen priesterlichen Dienst stellen und erbitte darum herzlich Ihr Gebet für mich und für die Gemeinschaft der Zisterzienser in Stiepel und Heiligenkreuz.

P. Lukas Rüdiger OCist

P. Elias Blaschek

Kurzer Lebenslauf von P. Elias Blaschek OCist

Geboren wurde ich am 16. April 1977 in Wien als Kind von Dr. Josef Blaschek (ordentl. Hofrat im Verwaltungsgerichtshof) und Hilde Blaschek (geb. Reisinger, Hausfrau).

Volksschule (1984-88) und Unterstufe des Gymnasiums (1988-92) besuchte ich im 13. Wiener Bezirk, wo ich auch zusammen mit meinen beiden älteren Schwestern aufgewachsen bin. Während der Unterstufe verstarb mein Vater an einem Herzinfarkt.

Die Oberstufe (1992-96) absolvierte ich bei den Schulbrüdern in Strebersdorf.

Nachdem ich den Zivildienst im Geriatriezentrum Lainz beendet hatte (1996-97), begann ich das Studium der Pädagogik/Sonder- und Heilpädagogik an der Universität Wien (1997-99).

1998 habe ich den Weg zur katholischen Kirche zurückgefunden, von der ich mich in meiner Jugend entfremdet hatte. Durch ein intensives Gebetsleben und die Begleitung von P. Siegfried Müller SDB (Don-Bosco-Haus im 13. Bezirk) entschied ich mich 1999 dafür, von Pädagogik auf Theologie zu wechseln.

Gleich im ersten Semester machte ich Bekanntschaft mit Heiligenkreuz und interessierte mich für das klösterliche Leben, sodass ich – zusammen mit einem weiteren Kandidaten – am 14. August 2000 eingekleidet werden konnte. Ein Jahr später legte ich die zeitliche und am 15. August 2004 die feierliche Profess ab.

Die Beauftragungen zum Lektor und Akloyth erhielt ich am 14. September 2002 bzw. am 19. Dezember 2004. Die Diakonenweihe erteilte mir und vier weiteren Mitbrüdern am 2. Juli 2007 der Apostolische Nuntius in Österreich Erzbischof Edmond Farhat.

Mein Primizspruch lautet: Zelo zelatus sum pro Domino Deo exercituum. Er soll einerseits meine Verbundenheit mit dem Karmel (kleine Thérèse) und andrerseits meine Bewunderung für meinen Namenspatron zeigen.

P. Elias Bernhard Blaschek OCist

P. Irenäus Krause

Lebenslauf P. Irenäus (Daniel) Krause OCist

Ich, P. Irenäus Daniel Krause, erblickte kurz vor Toresschluss des Jahres 1972 in der schönen Residenzstadt Gotha/Thüringen als (leider) einziges Kind meiner lieben Eltern das Licht der Welt. Nach einer behüteten Kindheit begann für mich mit der Einschulung der „Ernst des Lebens“. Aufgrund der kritischen Einstellung meines Vaters gegenüber dem DDR-System durfte ich in der recht politischen Schulerziehung einiges „aushalten“. Als einer der ganz wenigen „Nicht-Pioniere“ dort – mit den „Pimpfen“ in der Nazizeit vergleichbar – war mir eine „Karriere nach oben“, z.B. die Ablegung der Matura, Studium etc. verwehrt, wofür ich dankbar bin, denn auf diese Weise wurde mein „Rückgrat“ gestärkt, was in den heutzutage, wo der Zeitgeist der Kirche recht kräftig entgegenweht, von Nutzen ist.

Schon früh erwachte in mir die Liebe zur Musik. Vor allem der bedeutendste Sohn meiner Heimat, der Eisenacher Johann Sebastian Bach, fasziniert mich seit Kindertagen, sodass ich bald mit dem Klavierspielen begann. Meine bescheidenen Fortschritte führten mich 1986 an die Musikhochschule nach Weimar, dem Musenort Goethes und Schillers, wo ich neben einer gediegenen Ausbildung als Internatsschüler auch die Tücken des Gemeinschaftslebens erfuhr. Die sogenannte „Wende“ im Herbst 1989 brachte den „realexistierenden Sozialismus“ zum Einsturz. So konnte ich doch noch das Gymnasium besuchen und das Abitur absolvieren. Danach bezog ich die altehrwürdige Universität Jena und oblag im Hort der Romantik dem Studium der Geschichte, Philosophie und später der Evangelischen Theologie. Nach Meinung meiner Professoren zwar ein nicht unbegabter Studiosus ging ich eher im „wilden Studentenleben“ als brav am Schreibtisch über den Büchern auf.

Nach einigen Jahren flatterhaften Daseins fiel ich in eine existentielle Krise, aus der mich der HERR herausriss, indem ER mir einen „Mann Gottes“ auf den Weg stellte, der seitdem mein geistlicher Vater und väterlicher Freund ist: Ich kam „zufällig“ an einem Klösterchen im Erfurter Becken, dem Priorat St. Wigbert, vorbei, wo nur wenige Christen wohnen und die meisten Menschen „religiös unmusikalisch“ sind (Bischof J. Wanke). P. Franz M. Schwarz, der Ortspfarrer und Prior der ökumenischen Gemeinschaft, nahm mich gütig auf wie der Vater den Verlorenen Sohn im Lukasevangelium.

Im Juli 1997 empfing ich die heiligen Sakramente der Taufe und Firmung. Bis zu meinem Eintritt in Heiligenkreuz (Priorat Bochum-Stiepel) im „Heiligen Jahr“ 2000 lebte und arbeitete ich als Kantor und Bauhandwerker im Priorat Werningshausen. Wir renovierten verfallene Kirchen der Umgebung für kleines Geld, da die Pfarrgemeinden in meiner Heimat ziemlich arm sind – aber „reich vor Gott“, denn wer den Glauben in schwierigen Zeiten offen bekannte und zu leben versuchte, der ist auch heute Christus und Seiner Kirche treu und wird von IHM wunderbar beschenkt.

Nach der Ordensprofess 2001 studierte ich an der jetzt Päpstlichen Hochschule zu Heiligenkreuz und schloss 2007 mit dem Magister der Theologie ab. Seit WS 2007/08 darf ich die Studienanfänger an unsrer Lehranstalt in die Glaubensgeheimnisse (Dogmatik) einführen, was mir (und hoffentlich auch meinen Hörern!) Freude bereitet.

Mein Diakonatsjahr absolviere ich an unsrer Stiftspfarre Neukloster in Wiener Neustadt. Hier begegne ich Menschen aus verschiedenen Schichten der Gesellschaft und versuche mit Unterstützung meiner Mitbrüder, „allen alles zu werden“, wie der hl. Paulus sagt.

Mein pastorales Wirken möchte ich unter das Wort des sel. Charles de Foucauld stellen: „Sich in allem fragen, was Jesus an unserer Stelle denken, sagen, tun würde – und so handeln.“ 

Bitte begleitet meinen priesterlichen Dienst mit Eurem Gebet (vgl. Röm 15,30)!

P. Irenäus Kraus

P. Simeon Wester

Kurzer Lebenslauf P. Simeon Karl Wester OCist

geb. 7.4.1965 in Unkel am Rhein als 4. von 5 Kinder der Eheleute Egon Matthias und Anni Wester, geb. Honnef

1971-75 Besuch der Grundschule in Unkel

1975-85 Besuch des Kardinal-Frings-Gymnasiums in Bonn

1985-86 Wehrdienst im Heeresmusikkorps Düsseldorf 1986-2000 Kirchenmusiker in der Erzdiözese Köln zuletzt als Seelsorgsbereichmusiker des Dekanats Königswinter Studium der Schulmusik an der Musikhochschule Köln Studium der Kirchenmusik, Gesangspädagogik und Chorleitung an der Universität Mainz seit Oktober 2000 im Stift Heiligenkreuz

2001 Einkleidung

2002 Zeitliche Profess

2005 Ewige Profess

2005 Stiftsorganist und Kantor des Stiftes Heiligenkreuz

2007 Weihe zum Diakon, Abschluss des Theologiestudiums an unserer Hochschule mit dem Mag. theol.

2007 Bestellung zum Subprior des Stiftes Heiligenkreuz und zum Magister für die Juniores

P. Simeon Wester OCist

P. Pio Suchentrunk

Kurzer Lebenslauf von P. Pio Suchentrunk OCist

Geburt am 10. 4. 1968 in Mödling, NÖ

Volksschule von 1974 – 1978 in Ebergassing

Realgymnasium von 1978 – 1982in Schwechat

HTL Elektrotechnikvon 1982 – 1987 in Wien I

Präsenzdienst von 1987 – 1988 in Baden

HAK von 1987 – 1990 in Wien XII

Angestellt von 1988 – 2001 bei Felten & Guilleaume AG Wien 19,

ab 1993 Leiter Entwicklung Überspannungsschutz

Studium Theologie von 2001 – 2006 an der Hochschule Heiligenkreuz

Noviziat von 2002 – 2003 im Stift Heiligenkreuz

Ordensprofeß am 15. Aug. 2006 im Stift Heiligenkreuz

Mag. Theol. am 20. 12. 2006 an der Universität Wien

Diakonenweihe am 2. Juli 2007 im Stift Heiligenkreuz durch Exz. Edmund Farhat

Pastoraljahr seit 1. Sept. 2007 in der Pfarre Heiligenkreuz

Studium NT seit 1. März 2008 Universität Salzburg

P. Pio Suchentrunk

P. Pirmin Holzschuh

Kurzer Lebenslauf von P. Pirmin Johannes Holzschuh OCist

Am 10.4.1968 in Illertissen / Bayern als drittes von fünf Kindern geboren, wurde ich auf dem landwirtschaftlichen Anwesen meiner gläubigen Eltern groß. Nach der Grundschule in Regglisweiler wechselte ich auf die Realschule in Ulm/Wiblingen und machte nach dem Abschluss mit der mittleren Reife eine Tischlerlehre. Eine weitere Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel im Holzverarbeitenden Industriegewerbe folgte. Bis zu meinem 28. Lebensjahr war ich im Verkauf in der Holzindustrie tätig.

Meinen Berufungsweg zum Priester würde ich rückblickend bei Exerzitien im Alter von 22 Jahren beginnen lassen. Damals faszinierte mich der Gedanke, dass Gott mit jedem Menschen einen Plan hat zutiefst. Die Frage nach der Absicht Gottes mit meiner Person wurde die wichtigste der folgenden Jahre. Mit 28 Jahren entschloss ich mich Priester zu werden. Noch nicht sicher ob Diözesan- oder Ordenspriester wählte ich den vierjährigen Weg über das Abitur am Spätberufenenseminar in Sasbach im Schwarzwald. Während Einzelexerzitien reifte in mir kurz vor dem Abitur die Gewissheit zum Ordenspriester.

Angerührt durch die junge Kommunität von Heiligenkreuz, deren beeindruckender Liturgie sowie das schöne Ordensgewand der Zisterzienser, entschied ich mich nach dem Abitur für das Theologiestudium an der Hochschule von Heiligenkreuz und einer Kandidatur bei den dortigen Zisterziensern.  10 Monate darauf begann ich das einjährige Noviziat. Es folgten die zeitlichen Gelübde und am 15. August 2006 die feierliche Profess. Nach dem Abschluss des Studiums an der inzwischen päpstlichen Hochschule wurde ich am 2. Juli 2007 vom apostolischen Nuntius Edmond Farhat zum Diakon geweiht. Schon bald nach dem Noviziat beauftragte mich Abt Gregor mit der Gästebetreuung, die mir in diesem großen Stift viel Freude bereitet. In jedem Gast soll ja Christus erkannt werden, schreibt unser Ordensvater Sankt Benedikt.

„Christus zu den Menschen bringen“, ist mein inniger Wunsch für mein künftiges Wirken als Priester von Heiligenkreuz. Dazu möchte ich ganz herzlich um Ihr Gebet bitten. Weil ich spüre, dass wir die Menschen heute in einer Zeit zunehmender Orientierungslosigkeit mit der Frage der Christuszugehörigkeit konfrontieren sollten, wählte ich als Primizspruch: „Ich bin die Auferstehung und das Leben, wer an mich glaubt, wird leben auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das?“ (Joh 11,25-26)        

P. Pirmin Holzschuh OCist




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