Auf dieser Seite gibt es Information zu unserer Heiligenkreuzer Gastronomie, zu unserem Weinbau in Thallern und zu unserer sonstigen Ökonomie.

Klostergasthof Heiligenkreuz

Willkommen im Klostergasthof Heiligenkreuz:

Siehe: www.klostergasthof.stift-heiligenkreuz.org

Der Klostergasthof liegt direkt beim Kloster. Zusätzlich zu den 5 gemütlichen Gastzimmern verfügt er über ein Hochzeitsstüberl, einen Jagdsaal und einen großen Festsaal für diverse Veranstaltungen. Im Sommer lädt ein großer, schattiger Garten zum Verweilen ein. Die Räumlichkeiten eigenen sich für Weihnachtsfeiern, Betriebsfeste, Familienfeiern, Hochzeitstafeln, Geburtstagsfeiern usw. Für Gruppen empfiehlt sich Anmeldung bzw. eine rechtzeitige Menüplanung.

--> Wir heißen nicht "Klostertaverne", nicht "Klosterrestaurant", nicht "Klosterschänke" usw. Nein! Unser Name sagt das aus, was wir sind: ein ordentlicher "Gasthof" beim"Kloster", darum heißen wir schlicht und einfach: "Klostergasthof Heiligenkreuz".

Neben traditioneller Hausmannskost und Weinen aus eigenen Rieden bieten wir auch ganzjährig Wildspezialitäten, Fischgerichte, Vegetarische Küche und ein reichhaltiges Salatbuffet an. Auf Wunsch stellen wir auch gerne Buffets zusammen.

Ein Kinderspielplatz und eine eigene Kinderspeisekarte sollen Familien den Aufenthalt in unserem neu gestalteten Restaurant noch angenehmer machen. Es gibt auch zwei Seminarräume, die technisch auf dem letzten Stand sind (Internetanschluß, Beamer usw.)

Klostergasthof Heiligenkreuz
A-2532 Heiligenkreuz
Tel. +43-2258-8703-138; Fax Dw. 139
Homepage: www.klostergasthof.stift-heiligenkreuz.at
E-Mail: klostergasthof(at)stift-heiligenkreuz.at

Klostergasthaus Thallern

Ein beliebtes Ausflugsziel ist das Klostergasthaus Thallern (frühere Backhendelstation), das direkt beim Freigut Thallern mitten in den Weingärten Gumpoldskirchens gelegen ist.

Klostergasthaus Thallern
Postfach 20
A-2352 Gumpoldskirchen
Tel. +43-2236-53326
Fax: +43-2236-506048
Home: wird gerade erstellt, bitte um Geduld.
E-Mail: klostergasthaus-thallern(at)stift-heiligenkreuz.at

Freigut Thallern

In Thallern werden prämierte Klosterweine und Liköre produziert.

Weingut Freigut Thallern
A-2352 Gumpoldskirchen
Tel. 02236-53477-0; Fax Dw 5
E-Mail: thallern(at)stift-heiligenkreuz.at
Homepage: www.klosterweingut-thallern.at  

Bernarditage in Thallern / Thallerner Weinfest

Immer um den 20. August, das Fest des hl. Bernhard, finden im Freigut Thallern die Bernarditage und das Thallerner Weinfest statt. Man kann dann nicht nur im Thallerner Klostergasthaus gut essen, sondern auch oben beim Weingut. Die Atmosphäre ist wie in der Toskana! Das ganze ist eine tolles kulinarisches und "vinotarisches" Erlebnis!

Forstverwaltung - Sägewerk Heiligenkreuz

Forstverwaltung-Sägewerk Heiligenkreuz
A-2532 Heiligenkreuz Nr 70
Tel. +43-2258-8706-0; Fax: -8709
E-Mail: forstverwaltung(at)stift-heiligenkreuz.at

Forstverwaltung Wasserberg

Forstverwaltung Wasserberg
A-8731 Gaal, Ingering II/14
Tel. 03513-8801; Fax Dw 20
E-Mail: wasserberg(at)stift-heiligenkreuz.at

Gutsverwaltung Trumau

Gutsverwaltung Trumau
A-2521 Trumau, Schloßg. 24
Tel. 02253-6242
E-Mail: landwirtschaft(at)stift-heiligenkreuz.at

Hofmeisteramt Wien

Hofmeisteramt im Heiligenkreuzerhof
A-1010 Wien, Grashofgasse 3
Tel. 01-5125896 oder Hausmeister: 01-5131891
E-Mail: hofmeisteramt(at)stift-heiligenkreuz.at

Ohne Heiligenkreuz kein Wienerwald!

Der Wienerwald ist sicherlich eine der berühmtesten Kulturlandschaften Europas. Auf jeden Fall ist er ein wertvolles landschaftliches Naherholungsgebiet westlich von Wien. Im Jahre 2002 wurde im Stift Heiligenkreuz mit großer Feierlichkeit vom Land Niederösterreich und der Stadt Wien die 1000-Jahr-Feier des Wienerwaldes begangen. Die Millenniumsfeier des Wienerwalds geht auf den Umstand zurück, dass der Kaiser Heinrich II., der Heilige, im Jahre 1002 unmittelbar nach seiner Wahl zum deutschen König den Babenbergern ein Waldgebiet zwischen der Dürren Liesing und der Triesting übergab. Somit wurde im Jahr 1002 erstmals ein Stück Land im Gebiet des heutigen Wienerwaldes urkundlich erfasst.

Der Name "Wienerwald" taucht jedoch erst mehr als 300 Jahre später auf, und zwar in einer Urkunde des Stiftes Heiligenkreuz! Das Kloster verwahrt im Archiv das Original jener Urkunde aus dem Jahre 1332, in welcher erstmals der Ausdruck "Wiener-Wald" (lateinisch: silva wiennensis) genannt wird. Diese Pergamenturkunde mit dem (leicht beschädigten) Reitersiegel von Herzog Albrecht II. wurde am 29. März 1332 in der herzoglichen Kanzlei in Wien ausgestellt. Darin bestätigt Herzog Albrecht II. dem Abt Jakob Hekler und dem Konvent von Heiligenkreuz das landesfürstliche Obereigentum am Getreidezehent in Götzendorf und Blumenthal im Weinviertel.

Der lateinische Text der Urkunde nennt das Kloster Heiligenkreuz (lateinisch: Sancta Crux) mit der näheren Bestimmung "im Wienerwald": "Sancta Crux in silva wiennensi". Der Name "Wienerwald" taucht somit erstmals in der Geschichte auf, um das Kloster Heiligenkreuz näher zu bestimmen. Anders ausgedrückt: Stift Heiligenkreuz ist das eigentliche Wienerwaldkloster. Ohne Heiligenkreuz kein Wienerwald!

Diese stolze Feststellung ist auch sachlich begründet. Denn das Gebiet um Heiligenkreuz war zur Zeit der Babenberger Eigentum und Familiengut der Landesfürsten, es war babenbergisches "Allod". Der Landesherr hatte auch das Jagdrecht in den zum Teil noch unberührten Urwäldern um das Kloster. Dort gab es damals nicht nur Großwild wie Hirsche, Rehe und Wildschweine, sondern auch viele Raubtiere wie Bären, Wölfe, Luchse und Wildkatzen.

Unser Stifter, der hl. Leopold III., im Glasfenster von 1294 im Brunnenhaus

Als Markgraf Leopold III. im Jahr 1133 auf Bitten seines Sohnes Otto, der selbst in Morimond in Burgund Zisterzienser geworden war, Mönche aus Morimond in seine Markgrafschaft berief, übergab er ihnen zuerst den Ort "Sattelbach". "Sattelbach" bezeichnete damals das Gebiet des heutigen Ortes Heiligenkreuz. 1135 schenkte er ihnen das gesamte umliegende Gebiet, das sich ungefähr mit dem Territorium der heutigen politischen Gemeinde Heiligenkreuz deckt. Die Grenzen wurden in der Stiftungsurkunde von 1136 festgehalten. Diese Besitzungen wurden unter Herzog Heinrich II. nach Osten hin erweitert: 1156 Schwechatwald, 1166 Siegenfeld. Unter Herzog Leopold V. erfolgte eine Vergrößerung auch nach Nordwesten: 1177 Gruber Forst, 1188 Gebiet Rossgipfel im Gruber Forst und Rohrkogel in Sulz.

Die Zisterzienser verstanden sich als benediktinischer Reformorden, und die Mönche wollten sich von den Cluniazensern vor allem dadurch unterscheiden, dass sie selbst von ihrer Hände Arbeit ("labor manuum") lebten. Das ökonomische Reformprogramm der Zisterzienser bestand im Verzicht auf Robotleistungen und Leibeigene. Das Stiftungsgebiet von Heiligenkreuz war sumpfig, da es ja am Zusammenfluss von Sattelbach, Rohrbach und Dornbach lag, und musste erst allmählich urbar gemacht werden. Die Mönche arbeiteten intensiv an der Kultivierung des Heide- und Sumpflandes, führten Rodungen durch, um ihren Herden Weideflächen zu erschließen.

Von Anfang an war die Bewirtschaftung des ansehnlichen Waldbesitzes für das Kloster von großer Bedeutung, denn Holz war für den Bau der monumentalen romanisch-gotischen Klosteranlage ebenso notwendig wie für die Errichtung von Staudämmen und Brücken. Holz war auch der unverzichtbare Brennstoff für die Küchen, Hochöfen und Schmieden. Die Zisterzienser setzten freilich ein Nutzungsrecht ein, das die Nutzung des Waldes ermöglichte, ohne seine Erneuerung zu behindern.

Diese kluge und nachhaltige "Forstpolitik" hatte zur Folge, dass sich das Stift Heiligenkreuz als das älteste durchgehend bestehende Zisterzienserkloster der Welt noch heute weitgehend von seiner Waldwirtschaft erhalten kann! Die Besitzungen im Wienerwald aus der Gründungszeit stellen aber nicht nur ein wichtiges ökonomisches Fundament dar, sondern bezeugen auch einen ehrfürchtigen Umgang mit der Natur, der aus dem christlichen Glauben, dass alles Irdische nur geliehene Gottesgabe ist, stammt. So trägt das Wienerwaldkloster dazu bei, dass der Wienerwald heute - und noch für viele Generationen - eine wertvolle Erholungslandschaft im Großraum von Wien ist und bleibt.

Dir. Werner Richter / P. Karl Wallner
verfasst 2002, anlässlich des Jubiläums "1000 Jahre Wienerwald"

 




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