1. Geistliche Sportwoche: 13.-19. Juli 2008
2. Geistliche Sportwoche: 10.-16. August 2008
Was ist eine "Geistliche Sportwoche"? Eine Woche intensives Kraftsporttraining unter fachlicher Anleitung mit geistlichen Vorträgen für Burschen ab 17 Jahren.
Beginn des Kurses am Sonntag, 15 Uhr; Ende ist Samstag ca. 13.30 Uhr. Kosten: für 6 volle Tage € 90,-
Information und Anmeldung:
P. Karl Wallner, 02258-8703-177; email: pkw(at)stift-heiligenkreuz.at

Die Geistlichen Sportwochen gibt es seit 2001, sie sind eine Mischung zwischen Kraftsport, Exerzitien und wirklichen erholsamen Ferien für Burschen ab 16 Jahren. Wir haben im Kloster nämlich ein gut eingerichteten Sportraum für Kraftsport, also ein kleines Fitness-Center. Es passt gut zu einem Kloster und hieß am Anfang "Praeparatorium ad martyrium", "Vorbereitung zum Martyrium". Mittlerweile sagen wir nur mehr "Sportraum" dazu.
Die Idee zum Kraftsport im Kloster kam von einem mittlerweile berühmten Mann: der Neffe des Abtes Florian Henckel-Donnersmarck, der 2007 den Oskar erhielt, hat im Jahr 2000 mit P. Karl damit angefangen.
Bei der Sportwoche gibt es auch kleine Vorträge, geistliche Impulse, wo es darum geht, wie wichtig es ist, sich beim Sport zu überwinden und sich anzustrengen. Gerade im Gebet und im geistlichen Leben gelten dieselben Regeln, denn "no pain, no gain" - ohne Fleiß, kein (Lob)Preis. Diese Erfahrung darf man in Heiligenkreuz machen.
Infos gibt es beim Jugendseelsorger P. Karl: pkw(at)stift-heiligenkreuz.at
Jede Sportwoche ist anders und doch irgendwie gleich! Anders ist immer die Zusammensetzung der Teilnehmer. Gleich ist immer die Stimmung, der Teamgeist, die Gemeinschaft - und bei den meisten halt auch der Muskelkater! Eigentlich wollte P. Karl, weil er sich mit der Vorbereitung auf den Papstbesuch schon fast nicht mehr raussieht, die Sportwoche absagen. Aber weil 14 gemeldet waren, hat er das - Gott-sei-Dank - nicht getan. Von 19.-25. August wurde trainiert und gebetet. Die Zusammensetzung war bunt: der jüngste war 16, der Älteste 31; einer war Seminarist, einer aus Nigeria, zwei evangelisch, zwei Musiker. Dazu zwei sportliche Polizisten, beide schon verheiratet und Väter; da sie sonst mit schweren Kriminalfällen zu tun haben waren sie sehr erholungsbedürftig und von den Jugendlichen begeistert. Die Gruppe hatte vom ersten Tag an zusammengefunden zu einer sehr fröhlichen Gemeinschaft. Drei trainingserfahre Jugendliche und P. Karl gaben die Trainingsinstruktionen. Natürlich gab es das normale tägliche geistliche Programm von Morgenlob, Heilige Messe, Rosenkranz, Geistlichem Vortrag... und das ebenso steile Erholungsprogramm von Kino, Schwimmen und Grillen...
Die Sportwoche hat gezeigt: Es gibt auch Gläubige die sportlich sind und Sportler, die gläubig sind.








Zur Geistlichen Sportwoche in der 1. Juliwoche 2007 waren 8 junge Männer gekommen. Farid, ein chaldäischer Christ aus dem Irak, war schon zum zweiten Mal dabei, er ist extrem sportlich. Ebenso Florian aus unserem Schwesterkloster Altenberg bei Köln.
Einige hatten noch keine Erfahrung mit dem Kraftsport: aber sie haben sich tapfer geschlagen. Die Einschulung musste auch P. Karl vornehmen, weil von unseren Trainern keiner teilnehmen konnte. Aber es ist gut gegangen, auch wenn es für P. Karl, der sich sonst auf das Geistliche beschränkt anstrengend war. Er hielt ja auch die Vorträge über Themen des geistlichen Lebens. Nach zwei Tagen schafften die Sportler es schon, den Rosenkranz alleine gemeinsam zu beten. Wir waren auch wallfahrten in Mayerling, wir waren schwimmen und hatten einen schönen Grill-Abend. Die tägliche Heilige Messe feierten wir in der Kreuzkirche. Die Neuen hatten natürlich sofort einen schrecklichen Muskelkater, haben ihn aber geduldig ertragen.
"Paulus vergleicht ja das Christsein immer wieder mit sportlicher Anstrengung! Der Tagesablauf der Exerzitien besteht aus Kraftsportarten, geistlichen Vorträgen und dem Mitleben mit den Mönchen. Zu der Frage, warum ausgerechnet Kraftsport betrieben werde, meint P. Karl Wallner: Der Kraftsport ist eine eher 'kontemplative' Sportart, es geht nicht und Eitelkeit und Muskeln, sondern um echten Kraftgewinn und um das entspannende Gefühl der Erschöpfung. -
Täglicher Treffpunkt der Exerzitienteilnehmer ist der Sportraum, über dem sich ein Schild mit der Inschrift Praeparatorium ad martyrium (Vorbereitungsraum auf das Martyrium) befindet. Wenn das Wetter mitspielt, wird auch Laufen, Basketball und Schwimmen in das Tagesprogramm aufgenommen."
Aus dem Erlebnisbericht einen Teilnehmers an der allerersten Geistlichen Sportwoche in der Kirchengeschichte im September 2001
Das "Jahrbuch der Diözese Gurk 2008" hatte als Schwerpunktthema Kirche und Sport, brachte eine Menge Einblicke auf sportliche Priester und Ordensleute. Dort fand sich u. a. folgende Schilderung von P. Karl Wallner über den Sport im Stift Heiligenkreuz: