Bei der Festakademie "Die Heiligkeit des Intellekts. Zum Spielraum zwischen Vernunft und Glaube” am Samstag (17. Jänner 2026) zu Ehren von Prof. Dr. DDr. h.c. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz anlässlich ihrer Emeritierung von der philosophisch-theologischen Hochschule Benedikt...
Bei der Festakademie "Die Heiligkeit des Intellekts. Zum Spielraum zwischen Vernunft und Glaube” am Samstag (17. Jänner 2026) zu Ehren von Prof. Dr. DDr. h.c. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz anlässlich ihrer Emeritierung von der philosophisch-theologischen Hochschule Benedikt XVI. versammelte sich die Festgesellschaft im gut gefüllten Kaisersaal des Stiftes Heiligenkreuz im Wienerwald. (
Hier ein schöner Beitrag auf
die-Tagespost.de)
Im Grußwort dankte Abt Dr. Maximilian Heim OCist, Großkanzler der Hochschule, Frau Prof. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz für 15 Jahre Lehrtätigkeit und bezeichnete ihr Denken als Dienst im Sinne der „Heiligkeit des Intellekts“, im wechselseitigen Zusammenspiel von Vernunft und Glauben. Rektor Prof. Dr. Wolfgang Klausnitzer zeigte in dem einleitenden Vortrag über die Enzyklika Johannes Pauls II. „Fides et Ratio“, wie Joseph Ratzinger diese, von ihm theologisch geprägte Enzyklika, als zukunftsweisenden Aufruf zu einem vertieften Dialog zwischen Glauben und Vernunft gegen Relativismus und Fundamentalismus deutete. Nach einer erfrischenden Kaffeepause unter den Arkaden des Stiftsinnenhofes sprach P. Dr. Karl Wallner OCist über die untrennbare Einheit von Schöpfung und Erlösung, Natur und Übernatur und deren aktueller Bedeutung anhand einleuchtender Beispiele. Es folgte eine prägnante Vorstellung durch Forschungsdekan Prof. Pater Dr. Wolfgang Buchmüller OCist vom Beitrag Frau Professor Gerl-Falkovitz‘ zur Hochschulpublikation AMBO. Vor der Mittagspause kamen Kurzvorträge des EUPHRat-Instituts, dem Frau Prof. Gerl-Falkovitz seit der Gründung vorstand. Es sprachen Gudrun Trausmuth über dessen Publikationen, veranschaulicht anhand der Kleinen Bibliothek des Abendlandes (KBA) im Be&Be-Verlag, Nicolaus Buhlmann Can. Reg. über die veranstalteten Tagungen der letzten Jahre und P. Christoph Seemann OCist Worte des Dankes im Namen aller Studierenden.
Am Nachmittag würdigte P. Dr. Cosmas Thielmann OCist in der Laudatio auf die Jubilarin ihr Lebenswerk als maßgeblichen Beitrag zum erneuerten Gespräch von „Vernunft und Gnade“ im bewegten Fortgang der Denkgeschichte seit der Aufklärung. Dabei hob er hervor, dass der Beginn des Christseins eine Entscheidung für die Begegnung mit Jesus sei, der fleischgewordenen Liebe, welche dem eigenen Leben Richtung gibt und seinen Horizont weitet.
In ihrer Abschlussvorlesung, welche denselben Titel wie ihre Antrittsvorlesung im Jahre 2011 trug, „Athen und Jerusalem“ bündelte Gerl-Falkovitz selbst ihre Lehrtätigkeit. Sie fasste das Vernehmen der Wahrheit durch die Vernunft (Athen) zusammen mit dem Glaubensgehorsam einer Offenbarungsreligion, d.h. der reflektierten Anerkennung der blendenden Begegnung mit Christus (Jerusalem/Damaskus). Es gelang ihr zu zeigen, wie der Überschritt aus dem historisch-kulturell absolute Relativem in den Universalismus des Katholon gelingt, welches dem Denken Heilung und Sinn verleiht. Man wird die Abschlussvorlesung wie alle anderen Beiträge im kommenden AMBO 2026 nachlesen können.
Den geistlichen Höhepunkt fand die Festakademie in der Dankesmesse in der Kreuzkirche, der Abt Maximilian Heim OCist vorstand und Dr. Nicolaus Buhlmann Can. Reg. die Predigt hielt. Bei einer Agape in der Loggia der Hochschule fand die gelungene Festakademie einen gemütlichen Ausgang.
Organisiert und moderiert wurde sie maßgeblich von Frau Dr. Gudrun Trausmuth, gemeinsam mit Herrn Dr. Nicolaus Buhlmann Can. Reg. Anwesende Ehrengäste waren u. a. die Nationalratsabgeordnete Dr. Gudrun Kugler mit ihrem Gatten, sowie Universitätsprofessoren aus Wien Dr. Marianne Schlosser, Dr. Jan-Heiner Tück, DDr. Matthias Beck, Dekan Prof. Dr. Michael Wladika (ITI Trumau), Consuelo Gräfin Ballestrem (MAKA), Mag. Susanne Kummer (IMABE Wien), Dr. Helga Ehrmann (Edith-Stein-Gesellschaft Österreichisch), Waltraud Wenzlaff-Schwarz (Gertrud-von-Le-Fort-Gesellschaft), als Medienvertreter Stephan Baier (Die Tagespost) sowie M.A. René Kaufmann, Verleger der Festschrift für „Leid, Lösung, Spiel“, die zu Ehren von Frau Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz im Verlag Text und Dialog erschienen ist.
Wir danken Frau Prof. Gerl-Falkovitz von Herzen für Ihr langjähriges Wirken an unserer Hochschule, durch das Sie Generationen von Studierenden und Professoren die Weite des Denkens und die Tiefe des Glaubens neu erschlossen hat. Wir wünschen Gottes Segen für ihren weiteren Weg in Verbundenheit mit dem Stift Heiligenkreuz und seiner Hochschule.
Die Festakademie wurde über die katholischen Medien EWTN und Radio Maria sowie über den Youtube-Kanal der Hochschule Heiligenkreuz live übertragen und kann
hier nachgehört werden.
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