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Wussten Sie schon, dass das kleine „Käppchen“ eines Abtes Pileolus heißt?
Bei feierlichen Gottesdiensten trägt ein Abt nicht nur Mitra und Krummstab, sondern auch ein kleines rundes weißes Käppchen: den Pileolus. Auch ihn kann man zu den liturgischen Insignien zählen. Er wird vor allem bei liturgischen Festlichkeiten getragen. Während bestimmter Teile der Heiligen Messe – etwa beim Eucharistischen Hochgebet – wird er als Zeichen der Ehrfurcht vor der Gegenwart Christi abgenommen.
Normalerweise ist der Pileolus eines Zisterzienserabtes weiß – passend zum weißen Habit des Ordens. Doch ausgerechnet in Rom gilt eine besondere Ausnahme: Dort dürfen Zisterzienseräbte keinen weißen Pileolus tragen. Der Grund ist ebenso einfach wie praktisch: Das weiße Käppchen ist dem Papst vorbehalten, damit es zu keiner Verwechslung kommt.
Eine bemerkenswerte Ausnahme gab es beim Besuch von Papst Benedikt XVI. im Stift Heiligenkreuz im Jahr 2007. Damit Abt Gregor auch in Gegenwart des Heiligen Vaters den Pileolus tragen konnte, erhielt er eigens vor dem Papstbesuch aus Rom einen violetten Pileolus zugesandt. Protokollexperten erklärten damals, dies sei notwendig gewesen, weil in Gegenwart des Papstes niemand ein gleichfarbiges Käppchen tragen dürfe.
Manchmal steckt eben selbst in einem kleinen Käppchen eine große Geschichte.Wussten Sie schon, dass die Mitra mehr bedeutet als eine festliche Kopfbedeckung?
Die Mitra gehört zu den bekanntesten Insignien eines Bischofs oder Abtes. Sie ist Teil der feierlichen liturgischen Gewandung eines Bischofs, wird aber seit dem 11. Jahrhundert auch den Äbten verliehen. Warum hat die Mitra eigentlich zwei Spitzen? Erasmus von Rotterdam erklärte, dass sie "die gleichmäßig vollkommene Kenntnis des Alten und Neuen Testamentes“ bedeuten. Die Mitra erinnert also daran, dass der Hirte der Kirche aus dem ganzen Wort Gottes leben und lehren soll.
Damit kein „buntes Durcheinander“ entsteht wenn mehrere Bischöfe und Äbte gemeinsam einen Gottesdienst feiern, trägt nur der Hauptzelebrant eine prunkvolle Mitra (Mitra pretiosa), während die Konzelebranten eine Mitra simplex tragen, auch ganz schlicht Mitra aus weißer Seide oder Leinen.
Und noch ein interessantes Detail: Ein Abt oder Bischof darf Mitra und Krummstab außerhalb seiner eigenen Diözese oder Abtei nur mit Erlaubnis des Ortsbischofs tragen. So wird sichtbar, dass in der Kirche jedes Amt seinen eigenen Platz hat und in Gemeinschaft mit den anderen ausgeübt wird.Bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass der Abt die Mitra nicht während des gesamten Gottesdienstes trägt. Nach der Weisung in 1 Kor 9,4 wird sie ihm immer dann abgenommen, wenn er sich im Gebet an Gott wendet (z.B. beim Tagesgebet oder Hochgebet). Wendet er sich hingegen im Namen Christi an das Volk (z.B. beim Segen am Schluss), trägt er die Mitra.
Wussten Sie schon, dass Ring und Brustkreuz mehr sind als bloßer Schmuck?
Wenn ein Abt Ring und Brustkreuz trägt, sind das keine Schmuckstücke, sondern Insignien seines Amtes. Sie machen sichtbar, dass er im Auftrag Christi Verantwortung für seine Klostergemeinschaft übernommen hat.
Der Ring ist ein Zeichen der Treue und der bleibenden Verbundenheit. Er erinnert den Abt daran, seiner Gemeinschaft ebenso treu zu dienen, wie Christus seiner Kirche treu ist. Schon in der frühen Kirche diente der Ring auch als Siegelring, mit dem wichtige Urkunden beglaubigt wurden. Deshalb werden diese Ringe auch meist nicht an den Nachfolger "vererbt", da sie oft das persönliche Wappen des Abtes tragen.
Das Brustkreuz, auch Pektorale genannt (vom lateinischen pectus = Brust), verweist auf die Mitte des christlichen Lebens: Jesus Christus. Es wird über dem Herzen getragen und erinnert den Abt daran, Christus nicht nur sichtbar vor der Brust, sondern vor allem im Herzen zu tragen.
Manche Pektorale sind kostbar gearbeitet, andere schlicht und einfach, die einen alt die anderen modern – ihre Bedeutung bleibt jedoch dieselbe: Denn nicht Gold und Silber machen einen guten Abt aus, sondern ein Herz, das sich immer wieder auf Christus hin ausrichtet. Sollte das nicht jeder von uns?
Wussten Sie schon, dass ein Abt – ähnlich wie ein Bischof – besondere Amtszeichen trägt und was der Stab bedeutet?
Wer an einen Bischof denkt, hat meist sofort die Insignien ("Amtsabzeichen") vor Augen: Mitra, Bischofsstab, Brustkreuz, Ring. Auch ein Abt darf diese Zeichen der Vollmacht, auch Pontifikalien genannt, tragen. Daher kommt auch der Name "Pontifikalvesper" oder "Pontifikalamt".
Eines dieser Zeichen ist der Krummstab, auch Pastorale genannt. Wie die Krone eines Königs oder die Amtskette eines Bürgermeisters ist auch der Krummstab ein Zeichen des Amtes. Er steht allerdings nicht für Macht, sondern für den Dienst. Sein Vorbild ist der Hirtenstab eines Schäfers. Er erinnert daran, dass der Abt – wie Christus, der Gute Hirte – Verantwortung für die ihm anvertraute Gemeinschaft trägt. Bei der Weihe heißt es deshalb: „Trage Sorge für die ganze Herde Christi.“
Vielleicht ist Ihnen noch ein kleines Detail aufgefallen: Trägt der Abt den Krummstab selbst, zeigt die Krümme nach vorne. Wird er von einem Ministranten gehalten, zeigt sie nach hinten.
Schon im Mittelalter galt der Spruch: „Unter dem Krummstab ist gut wohnen“, denn wo ein guter Hirte Verantwortung übernimmt, dürfen Menschen sich geborgen wissen. "Der Herr ist mein Hirte; nichts wird mir fehlen...“ (Ps 23,1)Gestern feierten die Zisterzienserinnen von Marienkron (Mönchhof) mit denen wir sehr verbunden sind, das Eiserne Professjubiläum von Sr. Elisabeth und Sr. Martina: 65 Jahre Ordensleben in Treue und Liebe, in Gebet und Arbeit. Am 25. Juni 1961 legten die beiden Mönchhoferinnen gemeinsam im damals neu gegründeten Kloster Marienkron ihre Profess ab. Wir gratulieren Sr. Elisabeth und Sr. Martina von Herzen zu ihrem Eisernen Professjubiläum und danken ihnen für ihr treues Zeugnis!
Sr. Martina war viele Jahrzehnte für die Küche im Kloster wie im Kurhaus Marienkron verantwortlich. Sr. Elisabeth prägte über viele Jahre den Kneippbereich und übernahm als Priorin Verantwortung für die Gemeinschaft. Beide haben ihre Berufung mit Tatkraft, Humor und großem Herzen gelebt.
Foto: Abt Maximilian hielt mit den Schwestern die Dankesmesse und freute sich über das herzliche Zusammensein.Klosterpforte Auskunft:
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Die täglichen Zeiten für das Chorgebet:
5.15 Uhr
Vigilien
6.00 Uhr
Laudes
6.25 Uhr
Konventmesse
12.00 Uhr
Terz und Sext
12.55 Uhr
Non
18.00 Uhr
Gesungene
Lateinische Vesper
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Komplet und
Salve Regina